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Tipps

Worauf es beim Lebenslauf ankommt

Eine Checkliste, mit der Sie Ihren Lebenslauf vor dem Absenden Abschnitt für Abschnitt prüfen

Persönliche Daten

  • Kontaktdaten aktuell halten

    Verwenden Sie eine seriöse E-Mail-Adresse, am besten mit Ihrem Namen, und eine Telefonnummer, unter der Sie wirklich erreichbar sind. Ergänzen Sie Ihren Wohnort und prüfen Sie jede Ziffer vor dem Download noch einmal.

  • Professionellen Profil-Link ergänzen

    Nennen Sie LinkedIn, XING, ein Portfolio oder ein Code-Repository nur, wenn es zur Stelle passt, und achten Sie darauf, dass Angaben und Zeiträume zum Lebenslauf passen. Ein Bewerbungsfoto ist im deutschsprachigen Raum üblich, aber freiwillig.

  • Ein aussagekräftiges Kurzprofil schreiben

    Beginnen Sie mit zwei bis vier sachlichen Sätzen: Wer sind Sie beruflich, was ist Ihre relevanteste Erfahrung, was möchten Sie als Nächstes? Nennen Sie Zielposition und Werkzeuge und verzichten Sie auf Eigenlob wie „engagierter Experte“; die Fakten darunter sollen überzeugen.

  • Auf einen Blick erfassbar

    Setzen Sie Ihren Namen groß an den Anfang, direkt darunter die Kontaktzeile. Personalverantwortliche überfliegen Unterlagen zuerst; das Wichtigste muss ohne Suchen sichtbar sein.

Berufserfahrung

  • Umgekehrt chronologisch gliedern

    Im tabellarischen Lebenslauf steht die jüngste Station zuerst. Nutzen Sie ein einheitliches Datumsformat, etwa Monat und Jahr, und nennen Sie je Station Position, Arbeitgeber und Ort.

  • Erfolge statt Aufgaben beschreiben

    Listen Sie nicht nur Aufgaben auf, sondern was sich durch Ihre Arbeit verändert hat. Beginnen Sie Stichpunkte mit einem starken Verb, nennen Sie Zahlen nur, wenn Sie sie wirklich belegen können, und erfinden Sie nichts; im Gespräch wird nachgefragt.

  • Werkzeuge nennen

    Führen Sie je Station Technologien, Software und Methoden auf, möglichst in den Worten der Stellenanzeige. So erkennen Leser und Schlagwortsuche schneller, dass Ihre Erfahrung passt.

  • Lücken im Werdegang erklären

    Bereiten Sie für Lücken von mehr als einigen Monaten eine kurze, ehrliche Erklärung vor (Weiterbildung, Pflege von Angehörigen, Gesundheit, Reise, persönliche Entwicklung). Ein klarer Satz im Lebenslauf oder Anschreiben ist besser, als den Leser raten zu lassen.

  • An jede Stelle anpassen

    Stellen Sie die relevantesten Punkte nach vorn und kürzen Sie ältere oder unpassende Aufgaben. Zwei bis drei passende Stichpunkte je Station wirken stärker als eine lange, allgemeine Liste.

  • Praktika und Projekte aufnehmen

    Haben Sie wenig bezahlte Erfahrung, zählen auch Praktika, Ehrenamt, freie Mitarbeit und eigene Projekte. Beschreiben Sie sie wie Stellen: Was haben Sie getan, womit, und was kam dabei heraus?

Passende Beiträge: Lebenslauf beim Quereinstieg

Ausbildung

  • Angaben vollständig machen

    Nennen Sie Hochschule oder Schule, Studiengang und Abschluss vollständig sowie Beginn und Ende. Wenn Sie noch studieren, geben Sie den voraussichtlichen Abschluss statt eines leeren Enddatums an.

  • Gelerntes hervorheben

    Ergänzen Sie relevante Schwerpunkte, Abschlussarbeiten, Projekte und Technologien aus dem Studium, besonders als Studierende oder Berufseinsteiger mit wenig Berufserfahrung.

  • Noten und Auszeichnungen

    Nennen Sie eine starke Abschlussnote, Auszeichnungen oder Stipendien, wenn sie Ihnen nützen. Mit mehr Berufserfahrung können Sie den Abschnitt auf Abschluss und Institution reduzieren.

  • Zertifikate und Weiterbildungen

    Führen Sie Zertifikate, Lizenzen und passende Kurse in einer kurzen Liste mit Anbieter und Jahr auf. Behalten Sie nur, was zur Stelle passt und noch gültig ist.

Kenntnisse

  • Ehrlich bei der Selbsteinschätzung

    Wählen Sie für jede Kenntnis ein realistisches Niveau und übertreiben Sie nicht. Alles im Lebenslauf kann im Gespräch oder in einer Arbeitsprobe geprüft werden.

  • An die Stellenanzeige anpassen

    Stellen Sie die zur Stelle passenden Kenntnisse nach oben und übernehmen Sie die Schreibweise der Anzeige (etwa den genauen Namen eines Tools). Die ATS-Analyse zeigt, welche Schlüsselwörter der Anzeige fehlen.

  • Kenntnisse sinnvoll gruppieren

    Teilen Sie eine lange Liste in kurze Gruppen wie Werkzeuge, Methoden und Sprachen. Eine fokussierte Liste, über die Sie sprechen können, schlägt eine lange Liste voller Selbstverständlichkeiten.

  • Kenntnisse im Kontext zeigen

    Eine Kenntnis, die auch in einem Stichpunkt mit Ihrer konkreten Tätigkeit auftaucht, überzeugt mehr als ein Name in einer Liste. Geben Sie Sprachen mit ehrlichem Niveau an, etwa Muttersprache, fließend oder Grundkenntnisse.

Allgemeine Tipps

  • Sorgfältig Korrektur lesen

    Lesen Sie den Lebenslauf genau, am besten laut, und beheben Sie Rechtschreib- und Grammatikfehler. Lassen Sie ihn auch von jemand anderem lesen und prüfen Sie nach der letzten Änderung Namen, Daten und Links noch einmal.

  • Kurz und prägnant halten

    Streben Sie eine Seite an, bei langer Berufserfahrung zwei. Streichen Sie Älteres, Unpassendes oder Doppeltes, das für diese Stelle keinen Mehrwert hat.

  • Als PDF speichern

    Laden Sie Ihren Lebenslauf als PDF im Format DIN A4 herunter und senden Sie ihn so, sofern der Arbeitgeber nichts anderes verlangt. Wählen Sie einen klaren Dateinamen mit Ihrem Namen und der Stelle und öffnen Sie die Datei einmal zur Kontrolle von Layout und Links.

  • Floskeln vermeiden

    Statt Schlagwörtern wie „teamfähig“ oder „engagiert“ nennen Sie konkrete Beispiele dafür, was Sie getan haben und mit wem.

  • Ein schlichtes Layout wählen

    Eine Spalte mit klaren Überschriften ist für Bewerbermanagementsysteme am sichersten. Nutzen Sie ein bis zwei Schriften, gut lesbare Größen und ausreichend Weißraum; wichtige Angaben gehören nicht in Tabellen, Textfelder oder Bilder.

  • Lebenslauf aktuell halten

    Ergänzen Sie neue Stationen, Ergebnisse und Kenntnisse, solange sie frisch sind, und führen Sie eine ausführlichere Grundfassung, aus der Sie für jede Bewerbung eine kürzere, angepasste Version ableiten.

Vorurteilsfreier Modus (anonyme Bewerbung)

Nutzen Sie diese Funktion für eine kompetenzorientierte Bewertung

  • Foto und persönliche Angaben werden ausgeblendet

    Im vorurteilsfreien Modus werden Foto, Name und persönliche Angaben in der Vorschau und in Downloads ausgeblendet, damit Lesende sich allein auf Ihre Fähigkeiten konzentrieren.

  • Ihre Kenntnisse stehen im Mittelpunkt

    Berufserfahrung, Ausbildung und Kenntnisse stehen im Vordergrund, passend für anonymisierte Bewerbungsverfahren oder wenn Sie persönliche Angaben erst später teilen möchten.

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