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Ratgeber

Lebenslauf schreiben: Anleitung Schritt für Schritt mit Beispielen

Wie Sie jeden Abschnitt des Lebenslaufs schreiben, von den persönlichen Daten bis zu den Referenzen, wie lang er sein sollte und welche Angaben nicht hineingehören: mit Beispielen für den deutschsprachigen Arbeitsmarkt.

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Wozu dient ein guter Lebenslauf?

Die Aufgabe des Lebenslaufs ist nicht, Ihnen die Stelle zu verschaffen, sondern Ihnen eine Einladung zum Vorstellungsgespräch einzubringen. Personalverantwortliche nehmen sich für den ersten Blick auf einen Lebenslauf meist nur kurz Zeit; in dieser Zeit müssen sie erkennen, wer Sie sind, was Sie beruflich machen und ob Sie zur Stelle passen. Ein guter Lebenslauf ist deshalb klar, kurz, auf die Anzeige zugeschnitten und voller konkreter Ergebnisse.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der tabellarische Lebenslauf Standard: Zeiträume links, Stationen rechts, in umgekehrt chronologischer Reihenfolge (die aktuellste Station zuerst). Im Folgenden gehen wir die Abschnitte in der Reihenfolge durch, die Arbeitgeber erwarten. Zu jedem Abschnitt finden Sie, was hineingehört, was Sie weglassen sollten, und kurze Beispiele.

1. Persönliche Daten und Kontakt

Ganz oben im Lebenslauf stehen:

  • Vor- und Nachname: die größte Schrift auf der Seite.
  • Wunschposition oder Berufsbezeichnung: etwa „Finanzbuchhalterin“ oder „Frontend-Entwickler“.
  • Telefon und E-Mail: am besten eine schlichte Adresse im Format vorname.nachname@….
  • Adresse oder Wohnort: Die vollständige Anschrift ist üblich, Ort mit Postleitzahl reicht aber häufig aus.
  • Links: LinkedIn, XING, GitHub, Portfolio oder eigene Website, falls vorhanden.

Freiwillige und überflüssige Angaben

Ihr Lebenslauf geht durch viele Hände und Systeme. Auch nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt der Grundsatz der Datensparsamkeit. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) dürfen Arbeitgeber viele persönliche Angaben ohnehin nicht verlangen. Deshalb gilt:

  • Geburtsdatum und Geburtsort: freiwillig. Viele geben das Geburtsdatum noch an, Pflicht ist es nicht.
  • Familienstand, Kinder, Konfession: freiwillig und für die meisten Stellen ohne Bezug zur Tätigkeit.
  • Staatsangehörigkeit: nur sinnvoll, wenn sie für die Arbeitserlaubnis relevant ist.
  • Steuer-ID, Sozialversicherungsnummer, Bankdaten: gehören nicht in den Lebenslauf; sie werden erst bei der Einstellung benötigt.
  • Gesundheitsangaben: sind besonders geschützte Daten und gehören nicht in die Bewerbung.

Ein Führerschein ist erwähnenswert, wenn er für die Stelle wichtig ist (etwa im Außendienst), dann mit Klasse, z. B. „Führerschein Klasse B“.

2. Bewerbungsfoto: ja oder nein?

Das Foto ist im deutschsprachigen Raum freiwillig. Seit Inkrafttreten des AGG dürfen Arbeitgeber es nicht verlangen, trotzdem legen viele Bewerberinnen und Bewerber noch ein Foto bei, und viele Arbeitgeber sind daran gewöhnt. Wenn Sie ein Foto verwenden:

  • Nehmen Sie ein aktuelles, professionelles Bewerbungsfoto vor ruhigem Hintergrund, auf dem Ihr Gesicht gut zu erkennen ist.
  • Verwenden Sie keine Selfies, Urlaubsbilder oder Ausschnitte aus Gruppenfotos.
  • Kleiden Sie sich passend zur Branche.

Internationale Unternehmen sowie Arbeitgeber in Großbritannien und den USA erwarten dagegen meist einen Lebenslauf ohne Foto. Im Zweifel geben Anzeige und Unternehmenskultur den Ausschlag; ein Lebenslauf ohne Foto ist in Deutschland ebenso korrekt.

3. Kurzprofil

Das Kurzprofil ist das Schaufenster Ihres Lebenslaufs. In zwei bis vier Sätzen beschreibt es, wer Sie sind und wie lange Sie im Beruf sind, Ihr Fachgebiet, Ihre zwei bis drei stärksten Kompetenzen und welche Rolle Sie suchen.

Schwach: „Ich bin fleißig, dynamisch, lernbereit und teamfähig.“
Stark: „Finanzbuchhalterin mit fünf Jahren Erfahrung in mittelständischen Unternehmen, die Monatsabschlüsse und Umsatzsteuervoranmeldungen eigenständig verantwortet. Sehr gute Kenntnisse in DATEV und Excel; besonderes Interesse an Prozessverbesserung und der Automatisierung von Berichten.“

Fällt Ihnen das Profil schwer, erstellt der KI-Profilassistent von Cvbuildly aus Ihren Erfahrungen und Kenntnissen einen Entwurf. Passen Sie ihn unbedingt an Ihre eigene Stimme an.

4. Berufserfahrung

Dies ist der wichtigste Abschnitt. Ordnen Sie Ihre Stationen von der neuesten zur ältesten. Nennen Sie für jede Station:

  • Position, Arbeitgeber, Ort
  • Beginn und Ende (MM/JJJJ); bei laufenden Stellen „seit 03/2022“ bzw. „heute“
  • Zwei bis fünf Stichpunkte zu Ihren Tätigkeiten und deren Ergebnissen

Erfolge statt Aufgaben

Arbeitgeber interessiert nicht, wofür Sie „zuständig“ waren, sondern was Sie getan und was Sie damit verändert haben. Beginnen Sie jeden Stichpunkt mit einem aktiven Verb (im Lebenslauf meist im Nominalstil oder Partizip) und schließen Sie wenn möglich mit einer Zahl oder einer konkreten Wirkung ab.

Schwache FormulierungStarke Formulierung
Zuständig für die Kundenbetreuung.Täglich über 40 Kundenanfragen beantwortet und Reklamationen noch am selben Tag gelöst.
Berichte erstellt.Wöchentlichen Vertriebsbericht in Excel automatisiert und den Aufwand auf einen halben Tag reduziert.
Social-Media-Kanäle betreut.Redaktionsplan für die Instagram-Kanäle von drei Marken aufgebaut und die Interaktion innerhalb von sechs Monaten spürbar gesteigert.

Hilfreiche Verben sind zum Beispiel: geleitet, entwickelt, aufgebaut, reduziert, gesteigert, erstellt, koordiniert, analysiert, konzipiert, geschult, beschleunigt, abgeschlossen. Haben Sie einen Gedanken umgangssprachlich notiert, formuliert der Zauberstab ihn professioneller.

Lücken im Lebenslauf erklären

Lücken durch Elternzeit, Pflege von Angehörigen, Krankheit, Weiterbildung, Auslandsaufenthalt oder Jobsuche sind weniger problematisch als oft angenommen. Verschweigen Sie sie nicht, sondern erklären Sie sie in einer kurzen, ehrlichen Zeile und ergänzen Sie Kurse oder freiberufliche Tätigkeiten aus dieser Zeit. Der Assistent für Lücken im Lebenslauf in Cvbuildly hilft Ihnen bei der Formulierung.

5. Ausbildung

Nennen Sie Hochschule oder Schule, Studiengang beziehungsweise Ausbildungsberuf, Abschluss (Ausbildung, Bachelor, Master) und Zeitraum. Als Berufseinsteiger können Sie die Ausbildung über die Berufserfahrung setzen und Details wie eine gute Abschlussnote, das Thema der Abschlussarbeit, Schwerpunkte, ein Auslandssemester oder Stipendien ergänzen. Mit wachsender Erfahrung wird dieser Abschnitt kürzer; nach einem Studium genügt beim Schulabschluss meist eine Zeile (z. B. „Abitur, 2016“).

6. Kenntnisse

Der Kenntnisabschnitt wird am schnellsten überflogen. Wählen Sie sechs bis zwölf Kenntnisse, die zur Stelle passen, und teilen Sie sie gegebenenfalls in zwei Gruppen:

  • Fachliche und IT-Kenntnisse: etwa Excel, SAP, DATEV, AutoCAD, Python, Google Ads.
  • Überfachliche Kompetenzen: etwa Kundenkommunikation, Teamleitung, Präsentation, Problemlösung. Belegen Sie diese möglichst mit einem Beispiel in den Stichpunkten.

Wenn Sie die Begriffe der Anzeige wörtlich übernehmen, finden Personalverantwortliche und ATS-Systeme Ihre Kenntnisse leichter. Sind Sie unsicher, was hineingehört, holen Sie sich Kenntnisvorschläge passend zu Ihrer Wunschposition.

7. Sprachkenntnisse und GER-Niveaus

„Gute Englischkenntnisse“ kann sehr Unterschiedliches bedeuten. Verwenden Sie stattdessen die Niveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER):

NiveauBedeutung
A1 – A2Elementare Sprachverwendung: einfache Ausdrücke, kurze Alltagsgespräche
B1 – B2Selbstständige Sprachverwendung: berufliche Korrespondenz, Besprechungen folgen (B2 wird im Berufsleben häufig verlangt)
C1 – C2Kompetente Sprachverwendung: flüssige Präsentationen, Verhandlungen, komplexe Texte
MutterspracheIhre Erstsprache

Haben Sie ein Sprachzertifikat (z. B. TOEFL, IELTS, Cambridge, DELF, Goethe-Zertifikat), nennen Sie es neben dem Niveau. Übertreiben Sie nicht: Ein Teil des Gesprächs kann in der jeweiligen Sprache stattfinden. Formulierungen wie „verhandlungssicher“ oder „fließend“ sind ebenfalls üblich, sollten aber zu Ihrem tatsächlichen Niveau passen.

8. Projekte

Projekte sind für Berufseinsteiger, Quereinsteiger und technische Berufe besonders wertvoll. Nennen Sie für jedes Projekt den Namen, eine kurze Beschreibung, die verwendeten Werkzeuge und gegebenenfalls einen Link. Ein Projekt kann eine Studienarbeit, ein Ehrenamt oder eine eigene Initiative sein; wichtig ist, dass es zeigt, was Sie getan und gelernt haben.

9. Weiterbildungen, Zertifikate und Auszeichnungen

Weiterbildungen mit Bezug zur Stelle (etwa ein IHK-Abschluss, ISTQB, Google Analytics, Ersthelfer-Ausbildung oder Arbeitssicherheit) gehören in einen eigenen Abschnitt mit Anbieter und Jahr. Wählen Sie die relevantesten aus, statt eine lange Kursliste aufzuführen.

10. Referenzen und Arbeitszeugnisse

Namentliche Referenzen sind im deutschsprachigen Raum unüblich. Ihre Rolle übernehmen Arbeitszeugnisse, die Sie den Bewerbungsunterlagen beilegen. Eine Zeile wie „Referenzen auf Anfrage“ ist möglich, aber nicht nötig. Möchten Sie doch eine Person nennen, etwa bei internationalen Arbeitgebern, holen Sie vorher deren Einverständnis ein. Die aussagekräftigsten Referenzen sind Vorgesetzte, mit denen Sie direkt zusammengearbeitet haben.

11. Hobbys und Interessen

Dieser Abschnitt ist freiwillig. Nennen Sie nur Interessen, die etwas über Sie aussagen oder einen Bezug zur Stelle haben: regelmäßiges Laufen, ein Ehrenamt, Schach, ein Musikinstrument. Allgemeine Angaben wie „Lesen, Musik, Kino“ sagen wenig aus.

Unterschrift, Ort und Datum

Traditionell schließt der tabellarische Lebenslauf mit Ort, Datum und Unterschrift. Bei Online-Bewerbungen ist das inzwischen freiwillig. Wenn Sie unterschreiben, achten Sie darauf, dass das Datum aktuell ist.

Lebenslauf-Design: schlicht oder farbig?

Der Inhalt geht immer vor, aber ein schlechtes Layout kann guten Inhalt überdecken. Für einen gut lesbaren Lebenslauf gelten diese Grundsätze:

  • Eine Akzentfarbe: Eine Farbe für Überschriften genügt; der Fließtext bleibt dunkelgrau oder schwarz.
  • Ausreichend Weißraum: Lassen Sie zwischen den Abschnitten Luft. Eine gedrängte Seite wirkt anstrengend, egal wie gut der Inhalt ist.
  • Einheitlichkeit: Alle Positionsbezeichnungen gleich stark hervorgehoben, alle Zeiträume bündig ausgerichtet.
  • Branchengerecht: In Design, Werbung oder Medien ist ein etwas kreativeres Layout akzeptiert; in Finanzen, Recht und öffentlichem Dienst ist ein schlichtes Layout die bessere Wahl.

Die Vorlagen von Cvbuildly folgen diesen Grundsätzen: von klassischen, einspaltigen Layouts für fast jede Branche bis zu Varianten mit Seitenspalte für Kontakt und Kenntnisse. Vergleichen Sie alle auf der Seite Lebenslauf-Vorlagen.

Kurze Tipps für besondere Situationen

Quereinstieg

Erklären Sie im Profil, warum Sie in den neuen Bereich wechseln und wie Ihre bisherige Erfahrung dort hilft. Heben Sie in den Stichpunkten gemeinsame Kompetenzen hervor (Projektmanagement, Kundenkommunikation, Datenanalyse) und zeigen Sie Weiterbildungen und Projekte aus dem neuen Bereich in einem eigenen Abschnitt.

Lange Berufserfahrung

Um fünfzehn bis zwanzig Berufsjahre auf zwei Seiten unterzubringen, beschreiben Sie die letzten Stationen ausführlich und ältere knapp. Geführte Teams, Budgets und strategische Ergebnisse sind in dieser Phase wichtiger als einzelne Aufgaben.

Keine Berufserfahrung

Ausbildung, Projekte, Ehrenamt, Nebenjobs und Engagement in Vereinen bilden das Gerüst Ihres Lebenslaufs. Das Lebenslauf-Beispiel für Schüler und Studierende und das Beispiel für Berufseinsteiger sind genau dafür gedacht.

Aktive Verben nach Kategorie

Damit Sie nicht in jedem Stichpunkt dasselbe Verb verwenden, hilft diese Liste:

Was beschreiben Sie?Verben
Führung und Managementgeleitet, koordiniert, gesteuert, geschult, als Mentor begleitet
Verbesserungbeschleunigt, reduziert, vereinfacht, automatisiert, standardisiert
Etwas Neues aufbauenaufgebaut, eingeführt, konzipiert, entwickelt, umgesetzt
Analyse und Planunganalysiert, ausgewertet, geplant, prognostiziert, bewertet
Kommunikation und Vertriebpräsentiert, verhandelt, überzeugt, abgeschlossen, vertreten
Unterstützung und Servicegelöst, beantwortet, weitergeleitet, nachverfolgt, beraten

Profilbeispiele nach Erfahrungsstufe

Studium: „Studentin der Wirtschaftswissenschaften im fünften Semester und Eventkoordinatorin in der Gründerinitiative unserer Hochschule. Ich suche für die Semesterferien ein Praktikum im Bereich Finanzen oder Marketing.“
Mittlere Erfahrung: „Personalreferent mit vier Jahren Erfahrung im Einzelhandel. Ich verantworte die Personalgewinnung für unsere Filialen, das Onboarding und die Mitarbeitergespräche.“
Senior: „Werkleiter mit zwölf Jahren Erfahrung in der Fertigungsindustrie. Mit Lean-Methoden und als Führungskraft für bis zu 150 Mitarbeitende habe ich Ziele für Produktivität und Arbeitssicherheit verantwortet.“

Eine einfache Formel und weitere Beispiele für verschiedene Situationen: Kurzprofil im Lebenslauf schreiben.

Beispiele für Ihren Beruf

Wie die Grundsätze dieses Ratgebers in einem konkreten Beruf aussehen, zeigen unsere Berufsbeispiele: Softwareentwicklung, Buchhaltung, Vertrieb, Lehrkraft, Pflege und Service und Gastronomie. Jedes Beispiel enthält berufstypische Kenntnisse, Profilbeispiele und Stichpunkte.

Lebenslauf und Online-Profil abstimmen

Nach dem Lebenslauf schauen sich Personalverantwortliche häufig Ihr LinkedIn- oder XING-Profil an. Weichen Positionen, Arbeitgeber oder Zeiträume ab, entstehen Fragen. Aktualisieren Sie Ihr Profil, wenn Sie den Lebenslauf aktualisieren. Online können Sie ausführlichere Beschreibungen, Empfehlungen und Projektdetails teilen; der Lebenslauf ist die kurze, auf die Anzeige zugeschnittene Auswahl daraus.

Wie viele Seiten sollte ein Lebenslauf haben?

Als Faustregel gilt: eine Seite für Schülerinnen, Schüler, Studierende und Berufseinsteiger, höchstens zwei Seiten für Berufserfahrene. Wissenschaftliche Lebensläufe und manche Bewerbungen für Führungspositionen sind Ausnahmen. Statt die Schrift zu verkleinern, streichen Sie irrelevante Details. Meist genügen die letzten zehn bis fünfzehn Jahre; ältere Stationen können Sie auf eine Zeile kürzen. Wie viel Zeit das Schreiben kostet, zeigt der Schritt-für-Schritt-Plan im Beitrag Wie lange dauert ein Lebenslauf?

Deutscher oder englischer Lebenslauf?

Ist die Anzeige auf Deutsch, bewerben Sie sich auf Deutsch. Ist sie auf Englisch verfasst, ist das Unternehmen international ausgerichtet oder bewerben Sie sich im Ausland, erstellen Sie einen englischen Lebenslauf. Manche Unternehmen akzeptieren beide Sprachen. Ein englischer Lebenslauf sollte keine Wort-für-Wort-Übersetzung sein: Bei Positionsbezeichnungen, Datumsformaten und dem Foto gelten andere Gewohnheiten. Details finden Sie im Beispiel für einen englischen Lebenslauf. In Cvbuildly wählen Sie die Sprache des Lebenslaufs, und die Abschnittsüberschriften passen sich automatisch an.

Die zehn häufigsten Fehler im Lebenslauf

  1. Rechtschreib- und Grammatikfehler: Sie wirken unaufmerksam; lesen Sie den Lebenslauf einmal laut.
  2. Erfahrung als Aufgabenliste: Statt „zuständig für“ beschreiben Sie, was Sie getan und erreicht haben.
  3. Derselbe Lebenslauf für jede Anzeige: Passen Sie Profil, Kenntnisse und die ersten Stichpunkte an die Anzeige an.
  4. Vage Sprachangaben: Nutzen Sie GER-Niveaus statt „gute Kenntnisse“.
  5. Unnötige persönliche Angaben: Steuer-ID, Sozialversicherungsnummer, Konfession, Gesundheitsdaten.
  6. Unprofessionelle E-Mail-Adresse: Legen Sie eine Adresse mit Vor- und Nachnamen an.
  7. Uneinheitliche Daten und Formatierung: Ein Datumsformat, ein Stil für alle Überschriften.
  8. Übertriebene oder nicht belegbare Behauptungen: Hinter jedem Satz müssen Sie im Gespräch stehen können.
  9. Lange, dichte Absätze: Teilen Sie Ihre Erfahrung in kurze Stichpunkte auf.
  10. Veraltete Kontaktdaten: Prüfen Sie Telefon und E-Mail vor jeder Bewerbung.

Die fünf Fehler, die im Recruiting am häufigsten auffallen, und wie Sie sie beheben, finden Sie im Beitrag Die 5 häufigsten Fehler im Lebenslauf.

Vorsicht beim Schreiben mit KI

KI-Werkzeuge sind sehr nützlich, um einen Profilentwurf zu erstellen, Sätze zu glätten und fehlende Kenntnisse zu entdecken. Übernehmen Sie den erzeugten Text aber nicht unverändert: Er kann allgemeine Floskeln enthalten oder Ihnen Leistungen zuschreiben, die Sie nicht erbracht haben. Nutzen Sie die KI-Funktionen von Cvbuildly (Profilassistent, Zauberstab, Kenntnisvorschläge, Lebenslauf-Kritik) als Unterstützung; das letzte Wort haben immer Sie, und jeder Satz muss der Wahrheit entsprechen. Wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen, erklärt der Beitrag Lebenslauf mit KI schreiben.

Das Gerüst eines Lebenslaufs

Fügen Sie die Abschnitte dieses Ratgebers zusammen, sieht der Lebenslauf einer berufserfahrenen Person ungefähr so aus:

  1. Kopf: Name, Wunschposition, Telefon, E-Mail, Ort, LinkedIn oder XING
  2. Kurzprofil: drei bis vier Sätze zu Erfahrung, Fachgebiet, stärksten Ergebnissen und Ziel
  3. Berufserfahrung: beginnend mit der aktuellen Station, je zwei bis fünf ergebnisorientierte Stichpunkte
  4. Kenntnisse: sechs bis zwölf, passend zur Anzeige ausgewählt
  5. Ausbildung: Hochschule oder Schule, Fach, Abschluss, Jahr
  6. Sprachkenntnisse: mit GER-Niveau
  7. Weiterbildungen und Projekte: die relevanten, mit Anbieter und Jahr
  8. Optional: Ort, Datum und Unterschrift

Bei Studierenden und Berufseinsteigern stehen Ausbildung und Projekte vor der Erfahrung; beim Quereinstieg können Kenntnisse und Weiterbildungen im neuen Bereich nach vorne rücken. In Cvbuildly wechseln Sie per Drag-and-drop zwischen diesen Reihenfolgen. Fragen Sie sich bei jeder Zeile: „Zeigt diese Angabe, dass ich zur Stelle passe?“ Wenn nicht, kürzen oder streichen Sie die Zeile.

Wie oft sollten Sie Ihren Lebenslauf aktualisieren?

Auch wenn Sie gerade nicht suchen, lohnt sich ein Blick auf Ihren Lebenslauf etwa alle sechs Monate. Neue Projekte, Zertifikate oder Verantwortlichkeiten notieren Sie am besten sofort; das ist viel einfacher, als sich Monate später an Einzelheiten zu erinnern. Mit einem aktuellen Lebenslauf können Sie sich schnell bewerben, wenn sich unerwartet eine Chance ergibt.

Letzte Kontrolle vor dem Absenden

  1. Prüfen Sie Rechtschreibung und Grammatik und ob Umlaute und ß korrekt dargestellt werden.
  2. Stellen Sie sicher, dass die Zeiträume einheitlich und die Stationen umgekehrt chronologisch sortiert sind.
  3. Passen Sie den Lebenslauf an die Anzeige an: Die ersten drei Stichpunkte sollten die wichtigsten Anforderungen abdecken.
  4. Speichern Sie die Datei als „Vorname-Nachname-Lebenslauf.pdf“.
  5. Lassen Sie jemanden gegenlesen oder holen Sie sich Feedback über die KI-gestützte Lebenslauf-Kritik.
  6. Verlangt die Bewerbung ein Anschreiben, sehen Sie sich die Anschreiben-Beispiele an und erstellen Sie Ihr Anschreiben.

Lebenslauf erstellen mit Cvbuildly: Schritt für Schritt

  1. Startpunkt wählen: leerer Lebenslauf, fertiges Beispiel oder Ihr importierter alter Lebenslauf (PDF oder Word).
  2. Persönliche Daten und Wunschposition eingeben. Ein Foto ist optional.
  3. Berufserfahrung hinzufügen. Umgangssprachlich notierte Stichpunkte formuliert der Zauberstab professionell.
  4. Ausbildung, Kenntnisse und Sprachen ergänzen. Lassen Sie sich Kenntnisse zu Ihrer Wunschposition vorschlagen.
  5. Kurzprofil schreiben oder einen Entwurf vom KI-Profilassistenten anfordern.
  6. Vorlage und Farbe wählen und die Reihenfolge der Abschnitte nach Bedarf ändern.
  7. ATS-Analyse starten: Anzeigentext einfügen und fehlende Schlüsselbegriffe sehen.
  8. Herunterladen: PDF ohne Wasserzeichen, Word oder Text.

Nach dem Absenden

Notieren Sie in einer einfachen Tabelle, auf welche Stellen Sie sich wann und mit welcher Lebenslauf-Version beworben haben. Erhalten Sie nach ein bis zwei Wochen keine Rückmeldung und ist eine Kontaktperson angegeben, können Sie freundlich per E-Mail nachfragen. Werden Sie zum Gespräch eingeladen, lesen Sie Ihren Lebenslauf noch einmal: Die Fragen beziehen sich zu einem großen Teil auf dieses Dokument. Seien Sie bereit, die Geschichte hinter jedem Stichpunkt zu erzählen, wie eine Zahl zustande kam und was Sie gelernt haben.

Schnellstart

Statt alle Schritte auf einer leeren Seite umzusetzen, können Sie mit einem passenden Lebenslauf-Beispiel beginnen oder direkt den Lebenslauf-Editor öffnen und Schritt für Schritt vorgehen. Ohne Registrierung, Ihre Daten bleiben in Ihrem Browser, und das PDF laden Sie ohne Wasserzeichen herunter.

Quellen und weiterführende Informationen

Amtliche und öffentliche Quellen, mit denen Sie tiefer einsteigen können:

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein tabellarischer Lebenslauf?

Der im deutschsprachigen Raum übliche Lebenslauf: Zeiträume stehen links, die zugehörigen Stationen rechts, die aktuellste Station zuerst. Ausformulierte Lebensläufe in Fließtext werden nur noch selten verlangt.

Muss ich ein Foto in den Lebenslauf einfügen?

Nein. Das Foto ist freiwillig; Arbeitgeber dürfen es nach dem AGG nicht verlangen. In Deutschland ist es dennoch verbreitet. Internationale Unternehmen sowie Arbeitgeber in Großbritannien und den USA erwarten meist einen Lebenslauf ohne Foto. Wenn Sie eines verwenden, wählen Sie ein aktuelles, professionelles Bewerbungsfoto.

Muss mein Geburtsdatum im Lebenslauf stehen?

Nein, die Angabe ist freiwillig. Viele geben das Geburtsdatum aus Gewohnheit noch an, nötig ist es für die Bewerbung nicht. Familienstand, Konfession, Steuer-ID oder Sozialversicherungsnummer gehören ebenfalls nicht in den Lebenslauf.

Wie lang sollte ein Lebenslauf sein?

Für Studierende und Berufseinsteiger ist eine Seite ideal, für Berufserfahrene höchstens zwei Seiten. Wissenschaftliche Lebensläufe und manche Bewerbungen für Führungspositionen können länger sein.

Was schreibe ich ohne Berufserfahrung in den Lebenslauf?

Ausbildung, Praktika, Studien- und eigene Projekte, Vereins- und Fachschaftsarbeit, Ehrenamt, Neben- und Ferienjobs sowie Zertifikate ersetzen die Berufserfahrung. Unsere Beispiele für Studierende und Berufseinsteiger zeigen, wie das aussieht.

Wie gebe ich mein Sprachniveau an?

Verwenden Sie die GER-Niveaus A1 bis C2, etwa „Englisch – B2“. Haben Sie ein Zertifikat wie TOEFL, IELTS oder Cambridge, nennen Sie es dazu. Vermeiden Sie vage Angaben wie „gut“ oder „mittel“.

Brauche ich Referenzen im Lebenslauf?

In Deutschland nicht. Ihre Rolle übernehmen Arbeitszeugnisse, die Sie den Unterlagen beilegen. Möchten Sie dennoch eine Person nennen, holen Sie vorher deren Einverständnis ein.

Sollte ich für jede Bewerbung einen eigenen Lebenslauf erstellen?

Sie müssen nicht jedes Mal neu anfangen, sollten aber Profil, Kenntnisse und die ersten Stichpunkte an die Anzeige anpassen. In Cvbuildly speichern Sie mehrere Lebensläufe und halten so für jede Anzeige eine eigene Version bereit.

Setzen Sie das Gelesene direkt um

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