Auf dieser Seite
- Für wen ist dieses Beispiel?
- Was sollte im Lebenslauf einer Lehrkraft hervorstechen?
- Tipps für jeden Abschnitt
- Profilbeispiele nach Schulform
- Beispielformulierungen für Lehrkräfte
- Gefragte Kenntnisse für diese Position
- Was schreiben ohne Berufserfahrung?
- Was Sie je nach Einrichtung hervorheben sollten
- Häufige Fehler im Lehrer-Lebenslauf
- Fortbildungen und berufliche Entwicklung
- Was im Gespräch an der Schule gefragt werden kann
- Ergänzen Sie den Lebenslauf um ein Portfolio
- Erstellen Sie Ihren Lebenslauf als Lehrkraft
- Quellen
- Häufig gestellte Fragen
Machen Sie dieses Beispiel zu Ihrem Lebenslauf
Lebenslauf mit diesem Beispiel erstellenFür wen ist dieses Beispiel?
Dieses Lebenslauf-Beispiel richtet sich an Lehrkräfte, die sich bei Privat- und Ersatzschulen, internationalen Schulen, Sprachschulen, Nachhilfeinstituten, Volkshochschulen oder EdTech-Unternehmen bewerben. Die erfundene Person im Beispiel ist Englischlehrerin mit sieben Jahren Erfahrung; der Aufbau lässt sich auf jedes Fach übertragen. Weil Stellen an staatlichen Schulen meist über eigene Verfahren der Länder vergeben werden, zielt dieses Beispiel vor allem auf Einrichtungen, bei denen Sie sich mit Lebenslauf bewerben.
Was sollte im Lebenslauf einer Lehrkraft hervorstechen?
Schulleitungen achten neben dem Fachwissen auf Folgendes:
- Fächer und Klassenstufen: Welche Altersgruppen Sie nach welchem Lehrplan unterrichten.
- Unterrichtsmethoden: Projektlernen, Binnendifferenzierung, digitale Werkzeuge.
- Beitrag zur Entwicklung der Lernenden: Prüfungsvorbereitung, Wettbewerbe, AGs, individuelle Förderung.
- Beitrag zum Schulleben: Fachbereichsleitung, Veranstaltungen, Elternarbeit.
- Qualifikation und Fortbildung: Lehramtsstudium und Staatsexamen bzw. Referendariat, Zertifikate wie CELTA oder DELTA, internationale Programme (IB, Cambridge).
Tipps für jeden Abschnitt
Kurzprofil
Beschreiben Sie in zwei bis drei Sätzen Ihre Fächer, Ihre Berufserfahrung, die Klassenstufen und Ihren Unterrichtsansatz. Beispiel: „Englischlehrerin mit sieben Jahren Erfahrung in der Sekundarstufe I und II, die kommunikativen Unterricht mit digitalen Werkzeugen verbindet.“
Berufserfahrung
Nennen Sie für jede Schule die Klassenstufen, Ihr Deputat (Wochenstunden) oder die Zahl der Klassen und Ihre Beiträge. Schreiben Sie bei Erfolgen von Lernenden keine Namen oder persönlichen Angaben, sondern allgemeine Formulierungen.
Ausbildung und Lehrbefähigung
Nennen Sie klar Ihr Studium, Ihre Fächerkombination und Ihre Lehrbefähigung (Erstes und Zweites Staatsexamen bzw. Master of Education und Vorbereitungsdienst). Quereinsteiger nennen ihren Fachabschluss und eventuelle pädagogische Zusatzqualifikationen. Zertifikate wie CELTA, TKT oder Fortbildungen für bestimmte Lehrpläne (IB, Cambridge, Montessori) stehen in eigenen Zeilen.
Kenntnisse
Nennen Sie neben pädagogischen Kompetenzen wie Klassenführung, Leistungsbeurteilung und Materialentwicklung auch Werkzeuge wie Moodle, Microsoft Teams, interaktive Tafeln oder digitale Lernplattformen.
Profilbeispiele nach Schulform
Grundschule: „Grundschullehrerin mit acht Jahren Erfahrung. Stark in individueller Förderung beim Lesen- und Schreibenlernen, spielerischem Lernen und regelmäßiger Elternarbeit.“
Mathematik: „Mathematiklehrer mit fünf Jahren Erfahrung in der gymnasialen Oberstufe. Schwerpunkte sind Abiturvorbereitung, Leistungsbeurteilung und die Entwicklung digitaler Lernmaterialien.“
Berufseinstieg: „Lehrerin für Biologie und Chemie nach abgeschlossenem Vorbereitungsdienst. Im Referendariat habe ich experimentelle Unterrichtsreihen entwickelt; ich möchte mich in naturwissenschaftlichen AGs und Projekten engagieren.“
Beispielformulierungen für Lehrkräfte
- In den Klassen 5 bis 7 mit 24 Wochenstunden Englisch unterrichtet und kommunikativen Unterricht durch Projektarbeit ergänzt.
- Eine wöchentliche Debattier-AG gegründet, um die Sprechkompetenz der Lernenden zu stärken.
- Als Fachbereichsleitung Stoffverteilungspläne und gemeinsame Klassenarbeiten koordiniert.
- Hausaufgaben und Feedback über eine digitale Lernplattform organisiert.
- Mit einem eTwinning-Projekt die Zusammenarbeit der Lernenden mit Partnerschulen im Ausland ermöglicht.
- Differenzierte Materialien für Lernende mit Förderbedarf erstellt.
- Regelmäßige Elternarbeit über Elternabende und Einzelgespräche gestaltet.
Gefragte Kenntnisse für diese Position
| Kenntnis | Warum wichtig? |
|---|---|
| Klassenführung | Lernen braucht eine geordnete, sichere Lernumgebung. |
| Leistungsbeurteilung | Nötig, um zu erkennen, wo Lernende Schwierigkeiten haben, und den Unterricht anzupassen. |
| Binnendifferenzierung | Ermöglicht, Lernende mit unterschiedlichem Niveau in derselben Klasse zu erreichen. |
| Digitale Unterrichtswerkzeuge | Lernplattformen und interaktive Inhalte sind an vielen Schulen Standard. |
| Elternarbeit | An Privatschulen sind regelmäßige Information und gute Zusammenarbeit mit Eltern eine wichtige Erwartung. |
| Materialentwicklung | Wo Lehrwerke nicht ausreichen, macht passendes eigenes Material den Unterschied. |
Was schreiben ohne Berufserfahrung?
Für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger im Lehramt ist der Vorbereitungsdienst der wichtigste Beleg. Nennen Sie Ausbildungsschule, Klassenstufen, unterrichtete Themen und entwickelte Unterrichtsreihen. Außerdem:
- Nachhilfe- oder Hausaufgabenbetreuung (mit Zahl und Niveau der Lernenden)
- Ehrenamtliche Bildungsprojekte, Lese- oder Lernpatenschaften
- Tätigkeiten als Ferienkurs-, Camp- oder Workshopleitung
- Selbst erstellte Unterrichtsmaterialien oder digitale Inhalte
- Praxissemester und pädagogische Fortbildungen
Unter der Überschrift „Unterrichtserfahrung“ zusammengefasst, zeigen diese Punkte Ihre Praxis im Feld, auch wenn es keine bezahlte Stelle war.
Was Sie je nach Einrichtung hervorheben sollten
| Einrichtung | Hervorheben |
|---|---|
| Privat- oder Ersatzschule | AGs und Projekte, Elternarbeit, Beiträge zum Schulleben |
| Sprachschule | Unterricht nach Niveaustufen, Zertifikate wie CELTA, Erfahrung mit Erwachsenen |
| Nachhilfeinstitut | Prüfungsvorbereitung, Lerntechniken, Begleitung einzelner Lernender |
| Online-Unterricht | Digitale Werkzeuge, aufgezeichnete Lerneinheiten, Klassenführung auf Distanz |
Häufige Fehler im Lehrer-Lebenslauf
- Nur „unterrichtet“ schreiben: Beschreiben Sie, welche Stufe Sie mit welcher Methode und mit welchem Ergebnis unterrichtet haben.
- Die Lehrbefähigung weglassen: Staatsexamen oder Vorbereitungsdienst werden in Ausschreibungen häufig abgefragt.
- Daten von Lernenden nennen: Namen oder persönliche Angaben von Lernenden gehören nicht in den Lebenslauf.
- Lange Fortbildungslisten: Wählen Sie aktuelle Fortbildungen mit Bezug zu Ihrem Fach.
Fortbildungen und berufliche Entwicklung
Im Lebenslauf einer Lehrkraft ist berufliche Entwicklung das deutlichste Zeichen für Lernbereitschaft. Führen Sie diesen Abschnitt unter eigener Überschrift, von neu nach alt, mit Titel, Anbieter und Jahr. Typische Inhalte sind fachdidaktische Fortbildungen, Kurse zu Leistungsbeurteilung oder Inklusion, Schulungen für digitale Werkzeuge und Sprachzertifikate. Bei längeren Fortbildungen ist der Umfang in Stunden hilfreich. Ist die Liste lang, konzentrieren Sie sich auf die letzten fünf Jahre und den Bedarf der Schule.
Was im Gespräch an der Schule gefragt werden kann
- Wie haben Sie Lernende mit wenig Interesse am Fach einbezogen?
- Wie planen Sie Unterricht für eine Klasse mit sehr unterschiedlichem Leistungsstand?
- Wie haben Sie ein schwieriges Elterngespräch geführt?
- Wie haben Sie ein Projekt aus Ihrem Lebenslauf von Anfang bis Ende umgesetzt?
Viele Schulen ergänzen das Auswahlverfahren um eine Probestunde oder einen Unterrichtsbesuch; bereiten Sie sich darauf vor, die Methoden aus Ihrem Lebenslauf dort zu zeigen.
Ergänzen Sie den Lebenslauf um ein Portfolio
Manche Schulen bitten um eine Beispiel-Unterrichtsplanung, selbst erstellte Materialien oder anonymisierte Arbeiten von Lernenden. Wenn Sie diese in einem geordneten Ordner oder unter einem Online-Link sammeln, belegen Sie die Methoden und Projekte aus Ihrem Lebenslauf konkret. Den Link können Sie in den Kontaktbereich Ihres Lebenslaufs aufnehmen.
Erstellen Sie Ihren Lebenslauf als Lehrkraft
Öffnen Sie dieses Beispiel im Lebenslauf-Editor und passen Sie es an Ihre Fächer an. Für Zertifikate und Projekte können Sie eigene Abschnitte anlegen; für internationale Schulen stellen Sie die Sprache des Lebenslaufs auf Englisch um, siehe dazu das Beispiel für einen englischen Lebenslauf. Für das Anschreiben helfen die Anschreiben-Beispiele.
Quellen
- Kultusministerkonferenz (KMK): Informationen der Länder zu Lehrkräftebildung und Lehramt
- ESCO: Lehrkraft Sekundarstufe: Beschreibung des Berufs und seiner Kernkompetenzen durch die Europäische Union
Häufig gestellte Fragen
Gehört die Lehrbefähigung in den Lebenslauf?
Ja. Nennen Sie Studium, Fächer und Staatsexamen bzw. Vorbereitungsdienst mit Jahr im Abschnitt Ausbildung. Sind Sie Quereinsteiger, nennen Sie Ihren Fachabschluss und pädagogische Zusatzqualifikationen.
Was schreiben Lehrkräfte direkt nach dem Referendariat in den Lebenslauf?
Ausbildungsschule, Klassenstufen und entwickelte Unterrichtsreihen aus dem Vorbereitungsdienst, Praxissemester, ehrenamtliche Bildungsarbeit, Nachhilfe, eigene Materialien und Fortbildungen.
Brauche ich als Lehrkraft ein Foto im Lebenslauf?
Nein, das Foto ist freiwillig. Viele Schulen sind daran gewöhnt, ein Lebenslauf ohne Foto ist aber ebenso korrekt. Bei internationalen Schulen prüfen Sie die Erwartungen der Schule.
Wie beschreibe ich Erfolge meiner Lernenden?
Ohne Namen und mit allgemeinen Formulierungen, etwa „Lernende meiner Debattier-AG erreichten das Landesfinale eines Debattierwettbewerbs“. Persönliche Daten von Lernenden geben Sie nicht weiter.
Machen Sie dieses Beispiel zu Ihrem Lebenslauf
Das Beispiel öffnet sich im Editor als neuer Lebenslauf; Ihre bestehenden Lebensläufe bleiben unverändert. Ersetzen Sie die Angaben durch Ihre eigenen und laden Sie Ihr PDF herunter.
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